Soziale Systeme – analysieren, verstehen und kollektiv gestalten

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Not Enrolled
Price
360 €
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Mit Ulrike Oemisch
Donnerstag-Freitag, 27.-28. Mai 2021, ganztägig

Moltkestrasse 6a, 26122 Oldenburg

Anmeldung notwendig:
ausbildung [at] partizipativ-gestalten [dot] de oder
+49-441-998489-50

Kosten: 360 € (Ermäßigt für Studierende: 310 €)

Ihre Teilnahme kann im Sinne einer Weiterbildung finanziell unterstützt werden: Unsere Ausbildung entspricht den inhaltlichen und qualitativen Vorgaben der Bildungsprämie und des Hamburger Weiterbildungsbonus. Ebenfalls werden Weiterbildungsmaßnahmen von Beschäftigten niedersächsischer Unternehmen durch das Land Niedersachsen (Weiterbildung in Niedersachsen (WiN)) gefördert.


 
Unsere Umwelt macht es vor – ökologische Systeme funktionieren dann, wenn ihre Organismen eine Vielzahl von sogenannten Ökosystemprinzipien erfüllen und dadurch eine gesunde Lebensgemeinschaft bilden.
Wir Menschen leben und arbeiten analog hierzu in sehr ähnlichen sozialen Systemen wie  Familien, Nachbarschaften oder Interessengruppen. In diesen Systemen wirken und gestalten wir die Welt – jedoch bleibt ihre Struktur häufig unsichtbar und amorph und befindet sich zudem in ständiger Bewegung und Veränderung. Zum besseren verstehen und gestalten dieser sozialen Systeme, insbesondere bei der Arbeit mit Gruppen, Gemeinschaften und der Gestaltung von partizipativen Prozessen oder in der sozialen Projektentwicklung sind deshalb Designwerkzeuge und -methoden extrem hilfreich und erkenntnisfördernd. In diesem Methodentraining werden wir lernen, die Funktionsprinzipien gesunder ökologischer Systeme auf soziale Systeme zu übertragen. Anhand von Visualisierung, Zonierung und ‚Systems Modelling’ mit Kreativmaterialien wie Playmobil finden wir Antworten auf die drängenden Fragen unseres jetzigen und zukünftigen Zusammenlebens und -wirkens auf diesem Planeten hin zu einer vitalen, kokreativen und regenerativen Zivilisation. Mit folgenden Fragen werden wir uns unter Anderem in diesem Training beschäftigen:

 

  • Wie kann es gelingen, partizipative Prozesse sichtbarer, greifbarer, zugänglicher und erfolgreicher zu machen?
  • Welche übergeordneten Muster lassen sich erkennen?
  • Welche äußeren Einflüsse wirken auf das System?
  • Welche Schwellen gibt es im System?
  • Wo bilden sich Allianzen oder Konfliktlinien?
  • In welche Richtung ist das System unterwegs und wie kann diese Richtung positiv beeinflusst werden?
In aufeinander folgenden Schritten erarbeiten wir in einer DesignWerkstatt verschiedene Ebenen der Bestandsaufnahme und -analyse und erproben dann das Entwickeln von Positivszenarien mithilfe von Werkzeugen aus Permakultur, Systems Thinking und – Überraschung! – indigenen Kulturen.

 

Ulrike Oemisch, hat seit etwa 20 Jahren Permakultur Design in verschiedenen Ländern studiert und angewandt. Ihre Leidenschaft für das Freilernen und offene Reisen führte sie vom Zentrum Prinzhöfte in die Permakultur-Netzwerke von Jerusalem/Isreal&Palästina, die Wälder Südenglands und schließlich 3 Jahre in die jahrtausende alte PermaKultur Kathmandus/Nepals. Sie ist selbständige Landschaftsgärtnerin, Permakultur Designerin und -Lehrerin und begleitet an der Permakultur Akademie StudentInnen als Tutorin. Verbindungskultur, Wahrhaftigkeit und Freiheit sind Begriffe, die sie bewegen und seit langer Zeit begleiten.